Stufen des Lebens ist …

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30 Jahre Stufen des Lebens am 29.09.2012

Wir feiern Jubiläum. Weitere Informationen folgen......

Presseinformation

Berlin, 11. Januar 2012

Weitere Fantasie im Glauben gesucht…

In vollem Gange ist die Bewerbungsphase für den Förderpreis „Fantasie des Glaubens“ der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD). Viele Gemeinden haben fantasievolles gewagt und damit gute Erfahrungen gemacht. Haben Sie frische und kreative Ausdrucksformen gemeindlichen Lebens entwickelt, fantasievolle Projekte im Internet oder in einem sozialen Netzwerk verankert, die Region neu in den Blick genommen oder einfach ein kreatives Veranstaltungsformat für eine bestimmte Zielgruppe entwickelt? Frische Ideen bringen auf unkonventionelle Weise und mit kühnem Mut oft wunderbare fantasievolle Projekte hervor, die das Evangelium zu den Menschen bringen.

Solche fantasievollen Projekte möchten wir mit dem AMD Förderpreis „Fantasie des Glaubens“ auszeichnen. Haben Sie dabei schon Erfahrungen gemacht, die Sie weitergeben können? Dann bewerben Sie sich online bis zum 30. April 2012 unter www.fantasie-des-glaubens.de. Es werden Preisgelder in Höhe von 12.000 € vergeben. Die Schirmherrschaft hat der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, inne.

Unterstützt wird der Förderpreis vom Versicherer im Raum der Kirchen BRUDERHILFE – PAX – FAMILIENFÜRSORGE, von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kreditgenossenschaft.

Nach der Auswahl durch eine Fachjury werden anschließend alle Bewerbungen in einem „Ideenpool“ dargestellt, der andere Gemeinden inspirieren und zum missionarischen Aufbruch anstiften darf. Die Preise werden im Rahmen des 5. AMD-Kongresses für Theologinnen und Theologen am 26.09.2012 in Dortmund verliehen. Bei der letzten Ausschreibung vor drei Jahren gingen 117 Bewerbungen ein. Den ersten Preis erhielt der Verein CVJM e/motion aus Essen.

Aus einer christlichen Wohngemeinschaft hat sich aus der Verbindung zwischen christlichem Leben und sozialem Engagement eine fantasievolle „Kirche für die nächste Gesellschaft“ entwickelt.

Projektkoordinator:  Dirk Möller, Referent für missionarische Projekte und Evangelisation, Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im DW der EKD, Reichensteiner Weg 24, 14195 Berlin, Telefon 0 30/8 30 01-3 07, amd.moeller@diakonie.de / www.a-m-d.de

 

 

 

Zu den jährlich stattfindenden bundesweiten Tagungen „Weitergabe des Glaubens in der Diakonie“ für leitende Mitarbeiter war ich in diesen Jahren eingeladen.

  •  2005 Diakonische Akademie, Berlin-Pankow
  • 2006 Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Berlin
  • 2010 Ev. Bildungsstätte Schwanenwerder, Berlin

2005 und 2010 habe ich jeweils zwei Workshops angeboten, in denen ich „Stufen des Lebens“ anhand von Bodenbildern demonstriert habe und Informationen zu dieser Arbeit weitergegeben habe. 2006 habe ich „Stufen des Lebens“ dem Plenum vorgestellt.

An dieser Stelle möchte ich einige meiner eindrücklichsten Erfahrungen von diesen Tagen schildern.

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Seit heute (31.10.2011) bieten wir Ihnen die Informationen, Broschüren und Texte von Stufen des Lebens übersichtlich und nach Kategorien geordnet auf einer Download-Seite an:

http://www.stufendeslebens.de/downloads/

 

 

Ein Besuch lohnt sich.

 

Nachfolgend stellen wir hier einige Äußerungen von KursteilnehmerInnen zusammen:

  • Dieser Kurs ist der beste von allen, die ich mitgemacht/erlebt habe.
  • Das Erleben des Kurses war spannend. Ich bin total erfüllt.
  • Ich bin dankbar für Gutes, das die Wurzeln gespeist hat … dann bewusst den Schwierigkeiten zuwenden.
  • Der Kurs hat mir Freude gebracht.
  • Ich liebe Händels Musik. Den Weg zu gehen hat mich tief berührt und mir geholfen.
  •  Das Konzept von „Stufen des Lebens“ finde ich fantastisch und genial. Dieser Kurs hat mich besonders angesprochen …  Überraschungen – toll! 1. Einheit: Er warf seinen Mantel ab – und was da alles sichtbar gemacht wurde!
  • 3. Einheit: … als das Kreuz aufging – das war die größte Überraschung.
  • Dieser Kurs hier ging so leicht, strahlt eine Wärme aus.
  • Der Weg vom Dunkel ins Licht! Schön – das langsame Auftanken!
  • Ich bin extrem begeistert. Gebete, auch das gemeinsame Beten zwischendurch tut gut. Ich bin mich mit jeder Einheit und jedem Bild angesprochen.

Aus diesem Kurs fand ein Kurs ausschließlich für Männer statt.  Der Kursleiter schreibt:

  • “Ich habe den Kurs parallel zu meiner Frau durchgeführt. Das hatte viele Vorteile. Ich konnte, weil ich meinen Kurs jeweils um eine Woche versetzt hatte, das Bodenbild und das dazugehörige Material meiner Frau mitbenutzen. Sehr intensiv war die Erfahrung, dass eine ganze Reihe Männer, deren Frauen bei meiner Frau waren, sich nun in meinen Kurs trauten. Nun hatten sie als Ehepaar eine zwar unterschiedliche, doch immerhin gemeinsame Erfahrung. Sie konnten sich austauschen und für sich selbst neue Erfahrungen sammeln.”
  • „Wir sind uns neu begegnet“, sagte ein Ehepaar und ein anderes sagte: „Wir sind beide beschenkt und können wieder miteinander reden.“

Grund zum Danken, zum Erinnern und zum Feiern!

Am Anfang war eine Vision – die Vision, dass sich ein Segensstrom in unser Land ergießt, Lebenswasser, das die Dürre bewässert und neues Leben aufbricht. Mit dieser Vision begann Waltraud Mäschle vor beinahe 30 Jahren die ersten Reli-Kurse „Stufen des Lebens“ Menschen zur Quelle der Liebe Jesu zu führen – das war ihre Berufung! Wunderbar wird diese Vision in Hesekiel 47 beschrieben: Hier entfalten sich bunte Lebensbilder wie in einem Kaleidoskop.

Hoffnung bricht sich Bahn

Aus den Lebens- und Glaubensängsten wagen Menschen zaghaft und    bruchstückweise erste Schritte ins Vertrauen. Es keimt Hoffnung, dass Gott  auch unsere abgestorbenen und ausgetrockneten Anteile zum Leben bringt.  „Das Wasser mündet ins Tote Meer. Und wenn das Wasser ins Meer fließt,  soll dessen Wasser gesund werden“ V. 8

Heilung der Lebenswunden

Die Sehnsucht nach Heil bekommt Sprache:   Heil für eine heillose Welt,   Heil in unsere innere Zerrissenheit, wie es der der Psalmist erbittet:  „die Seele verlangt nach deinem Heil, Herr! „(Ps. 119)  Heilung unserer körperlichen und Krankheiten und Gebrechen,   „Wenn das Wasser ins Tote Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden“   und alles, was darin lebt und webt, das soll gesund werden und leben“  V. 8 u. 9

 

Lebenshunger und -durst wird gestillt

Die Einladung gilt – auch heute: „Wer durstig ist, der komme und trinke das   Wasser des Lebens umsonst“!  So erquickt, werden auch wir beauftragt, Lebensfischer zu werden. „Und es werden Fischer an diesem Strom stehen und ihre Fischgarne aufspannen;   denn es wird sehr viele Fische aller Art dort geben, wie im großen Meer“ V. 10      

 

Die Wüste wird blühen

Wo Lebenswasser unseren ausgetrockneten Boden bewässert, bricht neues Leben  auf, es beginnt zu blühen, erste Früchte des Glaubens reifen.   „Und an dem Strom werden allerlei fruchtbare Bäume wachsen und ihre  Blätter werden nicht verwelken und mit ihren Früchten hat es kein Ende“ V. 12 Verfolgen wir den Segensstrom zurück zum Ausgangspunkt, dem Tempel.

 

 

Tempel als Bild für den Ort göttlicher Gegenwart.

Hier ist der Ursprung, ER ist die Quelle des Lebens, auch unseres Lebens. Zu dieser Quelle laden wir ein – das ist unsere Berufung, unser Auftrag. Und das gilt es zu feiern am 29. September 2012!

 

 

 

 

 

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden für die einzelnen Landeskirchen und freien Werke von der Stiftung Pflanzschule berufen und fortgebildet. Die berufenen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren führen eigenverantwortlich bei Seminaren für Kursleiterinnen und Kursleiter in das Thema eines Kurses ein. Seminare für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Multis) wie auch für Kursleiterinnen und Kursleiter dienen der Gewährleistung und Ausweitung der Arbeit.

Photo of Sr. Priska  Füglistaler
Sr. Priska Füglistaler Stufen des Lebens SchweizSchule St. Catharina
Work CH-7408 Cazis, 7408 Switzerland
Work Phone: 0041/816321000 Work Fax: 0041/816321009 http://www.stufendeslebens.ch
  • 2001 Erste Schweizer Leiterkurse von Stufen des Lebens - Erwachsene lernen Glauben leben in Cazis und Sternenberg
  • 2002 Berufung von Schwester Priska Flüglistaler, Susanne Gerber-Hofer und Verena Schmid-Volz als die ersten Schweizer Multiplikatorinnen
  • 2009 Gründung des Vereins Stufen des Lebens - Schweiz
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Susanne Gerber Stufen des Lebens Schweiz
Other Landskronstr.67 Basel, 4056 Switzerland
Home Phone: 0041/613212827 http://www.stufendeslebens.ch
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Monika Heitz Stufen des Lebens SchweizCVJM Hasliberg
Work Phone: 0041-339721050 http://www.stufendeslebens.ch
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Photo of  Traudel  Krause
Traudel Krause
Work Brückenstr. 21 D-74182 Obersulm-Willsbach, Deutschland
Work Phone: 07134-14980 http://www.stufendeslebens.de
Nach dem Tode von Waltraud Mäschle, der Initiatorin des Werkes "Stufen des Lebens" im Dezember 1999 übernahm Traudel Krause, Pfarrfrau aus Hausen/Zaber, die Leitung des Werkes und die Multiplikatorenschulung.
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Mary Phillips STEPS in FAITHBretton Peterborough
Other 96 Hyholmes Bretton Peterborough, PE3 8LL Great Britain
Work Phone: 0044-1733332381 http://www.steps-in-faith.org.uk/
Steps in Faith is a small charity which was set up specifically to support the development and promotion of the Bible study courses of the same name. Our Mission Statement: Communicating the love of God and the life-changing power of Jesus Christ to local communities in ways that are creative, dynamic, supportive, empowering and healing. All the charity's income is used to subsidise the Steps development and training programme.  Steps in Faith has been accepted by HMRC as a charity for tax purposes under their reference XT29786.
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Photo of  Tineke  Zeefat
Tineke Zeefat SCOPUS NederlandIZB Amersfoort
Work Johan van Oldenbarneveltlaan 10 3818 HB Amersfoort, Niederlande
Work Phone: 033-4611949 Work Fax: 033-4659204 http://www.izb.nl
Scopus’ mag dan in Nederland nog weinig bekend zijn, in Duitsland – de bakermat van deze cursus – is dat heel anders’, zegt Tineke. In de meeste Duitse kerken kent men de cursus onder de naam ‘Stufen des Lebens’, waarvan de eerste materialen in 1982 op de markt kwamen. In totaal zijn er nu vijftien series met ieder vier Bijbelverhalen ontwikkeld. Uit ervaring blijkt Scopus zowel voor zoekers en nieuwkomers als voor doorgewinterde gemeenteleden een toegankelijke methode om zich in te leven in Bijbelverhalen. Intussen werkt men in Engeland, Zwitserland, Japan en Zuid-Afrika met deze cursus. De IZB heeft de vertaalrechten van deze cursus voor de Nederlandse ‘markt’, wat betekent dat ze het materiaal ook aanbiedt buiten de Protestantse Kerk in Nederland, in andere kerkverbanden. Er zijn twee series van vijf bijeenkomsten ( vier bjibelverhalen) gereed (met dank aan het vertaalwerk van de theoloog dr. P. van den Heuvel, bestuurslid van de IZB); nog twee andere zijn in voorbereiding.
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Interviewpartner: Adrian Tillmanns (Gefängnisseelsorger in der JVA Werl)

Adrian Tillmanns

Adrian Tillmanns

 

1. Beschreiben Sie kurz Ihr Tätigkeitsfeld als Gefängnisseelsorger.

 “Wir haben insgesamt 900 inhaftierte Männer.in der JVA Werl. In unserem Seelsorgeteam sind zwei katholische Kollegen, ein Pfarrer und ein katholischer Theologe – ähnlich einem Pastoralreferenten, und zwei evangelische Pfarrer. Den Glaubenskurs haben wir in ökumenischer Weite durchgeführt. Alle vier Pfarrer haben daran teilgenommen und mitgewirkt.”

2. Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit Glaubenskursen gemacht? (welches Modell, welcher Zeitraum, wie viele Teilnehmer, wie viele Helfer)

“Im Jahr 2006 haben wir den Glaubenskurs ,Christ werden -Christ bleiben’ durchgeführt. Geleitet wurden die Abende damals von Dr. Peter Böhlemann, dem Leiter des früheren Pastoralkollegs in Westfalen. Darüber wurde auch in der Kirchenzeitung „Unsere Kirche“ berichtet, der Artikel dürfte so im September/Oktober 2006 erschienen sein.

Und 2008 haben wir jetzt den Kurs „Stufen des Lebens“ gemacht. Das wurde in der Regionalbeilage von „Unsere Kirche“ erwähnt. Wir haben vier Abende in jeweils zwei Gruppen durchgeführt und einen gemeinsamen Abschlussabend. Wir haben die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, weil wir fast 40 Leute da hatten. Diese Teilnehmer wurden von uns vier Seelsorgern begleitet, die Abende selbst wurden von Herrn Klinkenborg aus dem Amt für Missionarische Dienste Westfalen und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin geleitet.

3. Aus welchen Gründen haben Sie dieses Modell gewählt? Wie haben Sie davon erfahren? Wie wurden Sie darauf aufmerksam?

 “Nachdem wir schon Erfahrungen mit „Christ werden -Christ bleiben“ gemacht hatten, wollten wir etwas anderes ausprobieren und

Rike_pixelio.de

haben geguckt, was es noch so an Kursmodellen gibt. Bei „Stufen des Lebens“ hat uns besonders die Symboldidaktik mit den Bodenbildern angesprochen. Wenn man um dieses Bild herum sitzt, ist das sehr anschaulich. Das Bild verändert sich – unter Mitwirkung der Teilnehmer. Religionspädagogisch ist das sehr gut, die Leute nicht nur mit dem Wort anzusprechen, sondern auch etwas Sicht- und Greifbares anzubieten.

Man kann sich das ruhig so vorstellen, dass wir hier in der JVA so etwas wie eine Gemeinde sind. Von den 900 Inhaftierten sind ungefähr 250 Männer mit uns in Kontakt, manche sehr punktuell, andere sehr kontinuierlich. Wir haben jeden Sonntag zwei Gottesdienste mit jeweils 70 bis 80 Besuchern. Dazu haben wir ein umfangreiches Gruppenangebot, mit Kontaktgruppen, Bibelgruppen, einem evangelischen Chor und einer katholischen Schola. Also ist das wirklich vergleichbar mit einer Kirchengemeinde, die Interesse an einem Glaubenskurs hat. Dazu kommt, dass wir ein Langstrafen- Gefängnis sind und Leute haben, die über viele Jahre hier bleiben müssen. Diese Menschen sind in ihrem Leben an einem Endpunkt gekommen, das ist mit Händen zu greifen. In der Regel sind sie auch nicht das erste Mal hier, sondern bereits zum zweiten, dritten, vierten oder fünften Mal. Nun kommen sie zu den Fragen: Wozu bin ich hier auf dieser Welt? Was ist der Sinn für mein Leben?

Die religiöse Frage taucht hier bei vielen Inhaftierten auf. Und hier in der Kirche brauchen sie niemandem etwas vormachen. Klar geben sie nicht alles preis, wenn sie in der Gruppe sitzen, weil möglicherweise der Mit- Inhaftierte das hört und diese Themen nicht in der Freistunde landen sollen. Aber Kirche ist ein geschützter Raum und damit auch diese Gruppen, die die Möglichkeit bieten, sich zu öffnen. Das funktioniert auch mit Männern. Ich glaube, dass wir Männer da teilweise unterschätzt werden. Frauen wird größere Emotionalität zugestanden, deswegen wird der Kurs „Stufen des Lebens“ wohl besonders für Frauen empfohlen. Aber das klappt mit Männern genauso. Wahrscheinlich klappt es besser, wenn keine Frauen im Raum sind. Frauen sind schneller mit der Zunge. Sie können schneller Gedanken und Gefühle formulieren. Aber unserer Erfahrung nach funktioniert „Stufen des Lebens“ auch mit Männern sehr gut.”

4. Mit welchen Gedanken sind Sie an den Glaubenskurs herangegangen? Hatten Sie auch Einwände oder Zweifel? Welche Ziele wollten Sie erreichen? Was war Ihre Motivation?

Der Großteil unserer Arbeit hier ist die Seelsorge. Somit sind wir mit den Männern eigentlich immer beim Thema Emotionen. Wir haben keine Angst vor Emotionen. Hier ist der Raum für Emotionen – sich darüber klar zu werden und sie auszudrücken. Wie viele der Männer haben jahrelang Trauerarbeit vor sich her geschoben. Das ist ein klassisches Thema. Und hier ist der Raum, bildlich gesprochen „die Hose runterzulassen“ – wem will man hier noch etwas vormachen?

Meine Motivation, einen Glaubenskurs durchzuführen, bezieht sich erst einmal auf den Bildungsauftrag der Kirche, das ist gutes protestantisches Erbe. Wir haben zum Beispiel auch ein oder zwei Muslime gehabt, die am Glaubenskurs teilgenommen haben. Dann haben wir mit dem ersten Kurs sehr gute Erfahrungen gemacht: Es kamen 40 Leute, die Männer waren ansprechbar. Und schließlich passiert etwas durch einen Glaubenskurs: Kontakte verändern und intensivieren sich. Das ist sehr fruchtbar für unsere Arbeit hier vor Ort. Außerdem haben wir Ehrenamtliche von draußen, die Kontaktgruppen hier im Haus begleiten. Wir haben zwei evangelische Gemeinden, aus denen ein kleiner Kreis an ehrenamtlichen Helfern einmal im Monat einen Abend mit den inhaftierten Männern hier gestaltet, das ist unsere Kontaktgruppenarbeit. Viele unserer Männer bekommen keinen Besuch mehr von draußen, und diese Gruppen sind ihre „Tür nach draußen“. Von diesen ehrenamtlichen Helfern haben auch einige am Glaubenskurs teilgenommen. So wurden die Themen auch in die Gruppen getragen, und der Glaubenskurs wurde zu einem Impuls für unsere gemeindliche Arbeit.”

5. Welche Bereiche der Gemeindearbeit mussten evt. zurückgestellt werden, als die Glaubenskurse liefen?

 “Alle anderen Gruppen, die wir von der Seelsorge aus anbieten, haben wir in dem Zeitraum des Glaubenskurses ausfallen lassen. Denn wir haben nur einen Raum, unsere Kirche, die wir für die Gruppenarbeit nutzen können. Einen anderen Freizeitraum gibt es nicht. Außerdem sind zwei Abende pro Woche plus die Vor- und Nachbereitung auch sehr zeitaufwändig. Für den Glaubenskurs „Stufen des Lebens’“ mussten wir auch relativ viel Material heranschaffen. Das ist in einem Gefängnis immer schwierig: Alles musste geröntgt und durchleuchtet werden. Das kostet Zeit. Es müssen Listen geschrieben werden, die Angestellten im Gefängnis müssen informiert werden, wer an welchem Abend in der Kirche zu finden ist. Wir haben hier sehr hohe Sicherheitsstandards. Da der Glaubenskurs über einen begrenzten Zeitraum läuft -bei uns jetzt sieben Wochen, ist es gut möglich, die anderen Gruppen während dieser Zeit ausfallen zu lassen.”

6. Sind Sie vor der Durchführung des Glaubenskurses Einwänden im Kollegenkreis begegnet? Wie sind Sie damit umgegangen? Welche Argumente führten schließlich zur Zustimmung?

“Wenn wir vier Seelsorger hier in der JVA entscheiden, wir machen das, dann machen wir das. Und innerhalb des Kollegenkreises gab es keine Einwände. Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht. Auch der neue Kollege, der „Christ werden -Christ bleiben“ noch nicht miterlebt hatte, hat sich sofort darauf eingelassen. Und für 2010 ist wieder ein Glaubenskurs geplant.”

7. Konnten Sie Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen? (z. B. von -, Kollegen oder vom Amt für missionarische Dienste)

 “Herr Klinkenborg vom Amt für missionarische Dienste in Westfalen hat uns in den Vorbereitungen unterstützt und später auch die Abende geleitet. Einer der Kollegen hier hat den Kurs „Stufen des Lebens“ im Vorfeld schon einmal selbst als Teilnehmer mitgemacht. Das ist verpflichtend, wenn man diesen Kurs selbst durchführen möchte.

8. Welche Interessenten kamen schließlich zu den Glaubenskursen?

Die meisten hatten vorher schon Kontakt über die Gottesdienste, die Gruppenarbeit oder die Seelsorge. Aber einige kamen durch den Glaubenskurs auch zum ersten Mal mit unserer Gemeinde in Kontakt.

Eigentlich können alle Inhaftierten daran teilnehmen, es sei denn, sie haben Sicherungsmaßnahmen. Eine Freizeitsperre würde allerdings nicht greifen, denn der Kurs ist ein seelsorgerliches Angebot und kein Freizeitangebot. Religionsausübung ist vom Grundrecht her geschützt.

9. Mit welchen Erwartungen kamen die Teilnehmer? Welche Motivationen wurden genannt, einen Glaubenskurs zu besuchen? Gab es überhaupt Rückmeldungen der Teilnehmer?

“Wir haben hier gläubige Menschen, die einfach am Thema interessiert sind. Andere haben große Zweifel, ein Gebet ändert ihre Situation hier in der JVA nicht so schnell. Wenn man so ein Angebot wahrnimmt und sich traut hinzugehen, hat das hier in der JVA auch gewissen Bekenntnis-Charakter. Aber dazu stehen die Teilnehmer ganz offen. Einige wollen auch einfach etwas lernen: 90 % der Inhaftierten hier haben keinen Hauptschulabschluss. Dementsprechend früh wird Reli in der Schule abgewählt. Manche waren aber auch überraschend bibelfest. Die größte Erwartung der Teilnehmer ist hier jedoch, dass der, der so einen Kurs anbietet, den Männern zugewandt ist. Wenn sie spüren, dass man ihnen zugewandt ist, sind sie ein sehr dankbarer Hörerkreis. Sie müssen sich ernst genommen fühlen mit ihren Erfahrungen und Belastungen.

10. Welche Rolle spielte das Thema Taufe? Wurde ein Wunsch nach Tauferinnerung geäußert? Gab es dazu Angebote innerhalb des Kurses?

“Eigentlich spielte das Thema Taufe während des Glaubenskurses keine große Rolle. Wir haben hier ca. ein Drittel evangelisch Getaufte, ein Drittel katholisch Getaufte und ein Drittel Andersgläubige, also vorwiegend muslimisch oder ohne Angabe. Erwachsenentaufen gibt es hier im Gefängnis: schätzungsweise zwischen fünf und zehn Taufen pro Jahr -mit den katholischen Brüdern zusammen. Während des Kurses wurde jetzt kein Wunsch nach Taufe geäußert -oder nach Tauferinnerung, das ist ja auch noch eine relativ junge Entwicklung in der protestantischen Kirche.

Am Abschlussabend gab es das Angebot, sich persönlich einen Segen zusprechen zu lassen. Davon wurde eifrig Gebrauch gemacht. Die Männer sind durchaus für symbolische Handlungen offen. Aber die meisten sind getauft. Und die anderen melden sich dann in anderen Zusammenhängen noch einmal bei uns.

11. Wie lief die Durchführung der Abende? (Stimmung/ Atmosphäre, Gastfreundschaft, Gespräche, Kontakte)

“Die Abende gingen von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Bis 21 Uhr müssen die Teilnehmer hier in ihre Zellen gebracht werden. Dann wird die Vollzähligkeit kontrolliert. Das Material von „Stufen des Lebens“ ist sehr reichhaltig und bietet pro Thema mehr Stoff, als wir an einem Abend hier zeitlich machen konnten. Herr Klinkenborg und seine Mitarbeiterin haben immer einzelne Aspekte eines Themas ausgewählt – oder auch auf die Stimmung

der Teilnehmer reagiert. Spannend war es, als Herr Klinkenborg mit lauter erwachsenen Männern hier eine Fantasiereise gemacht hat. Das muss man sich trauen. Aber wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Meditationen oder ähnliches werden hier dankbar angenommen. Ein Abend beschäftigt sich immer mit einer biblischen Geschichte und einem Bodenbild dazu, das sich im Laufe des Abends verändert. Man sitzt im Kreis um dieses Bodenbild. An verschiedenen Punkten im Verlauf des Abends können sich die Teilnehmer assoziativ dazu äußern. Die Männer haben sich auch rege geäußert und so fand ein lebhafter Austausch statt. Das Schöne an diesem Kurs ist, dass alle Äußerungen nebeneinander stehen bleiben dürfen. Auch wenn für Herrn Klinkenborg sicher die eine oder andere etwas ungewöhnliche Antwort kam… Wenn man sich auf Gefängnis-Arbeit einlässt, erfährt man manchmal von Realitäten, mit denen man nicht rechnet. Herr Klinkenborg hat wirklich darauf geachtet, dass alles geäußert werden konnte, was die Teilnehmer bewegte, und dass alles nebeneinander stehen bleiben konnte. Die Diskussionen über einzelne Punkte wurden gebremst. Das ist eine sehr angemessene Form, weil jeder Teilnehmer zu seinem Recht kommt und keine Diskussion zwischen zwei Teilnehmern den ganzen Abend sprengt. Dieser Kurs leitet bewusst durch das jeweilige Thema und lässt keine großen Diskussionen zwischen einzelnen Teilnehmern zu. Die Gruppe wird durch einen Impuls nach dem anderen am Bodenbild durch den Abend geführt.

Ein Kritikpunkt von Teilnehmern, die auch schon „Christ werden -Christ bleiben“ mitgemacht hatten, war zum Beispiel das Fehlen einer Gruppenarbeitsphase bei „Stufen des Lebens“, in der jeder noch einmal in Ruhe erzählen könnte. Das ist auch nachvollziehbar: Wenn ich mich emotional angesprochen fühle, möchte ich auch intensiv darüber erzählen dürfen. Wir haben dieses Gesprächsbedürfnis dadurch aufgefangen, dass wir als Seelsorger immer wieder Einzelgespräche in der Folge des Kurses angeboten haben.

Das ist auch in Einzelfällen genutzt worden und sicherlich für jede Gemeinde sinnvoll. Jeden Abend haben wir eine kurze Pause von zehn Minuten gemacht, und die zwei Stunden vergingen wie im Flug.

12. Hat der Glaubenskurs Ihre Gemeinde verändert? (neue Kontakte, neue Motivation zur Mission, neues Miteinander)

“Es entstehen neue Kontakte: Man kennt sich, man grüßt sich, und wenn einmal Gesprächsbedarf wäre, kämen die Teilnehmer sicher auf uns Seelsorger zu. Nach dem ersten Glaubenskurs 2006 hat sich zum Beispiel eine Gruppe von Afrikanern gebildet, die sich regelmäßig einmal im Monat treffen, um auf englisch miteinander in der Bibel zu lesen. So kann der Glaubenskurs zu einem Impuls werden, der etwas Neues entstehen lässt. Auch aus diesem Kurs hätte so eine Bibelgruppe entstehen können, aber wir sind mittlerweile an den Grenzen unserer zeitlichen Kapazitäten angelangt. Deshalb war das nicht unser Ziel mit diesem Glaubenskurs. Aber wir haben nach dem Glaubenskurs zum Beispiel einen höheren Gottesdienstbesuch festgestellt. Das ist wirklich ein guter Impuls für die ganze Gemeinde.

 

17. August 2009

Schon der Auftakt, wenn ich den Seminarraum betrete, ist ein Blumenstrauß, der einem in die Hand gedrückt wird als ein Willkommen, dass ich da bin. Ein Sesselkreis, den ich sonst ja nicht so „gemütlich“ finde, umkreist ein Bodenbild, das bereits das Thema verkündet. Und es verrät gleich vorneweg: das ist wahrlich „mit Liebe gekocht!“

Das fällt in die gestresste Seele wie eine Hängematte, die dich einläd: lass dich fallen, lass dich ein, gib dich hin. ….und du wirst abgeholt, mit leisen Fragen herangelockt (eigentlich sind diese psychologischen Fragen nicht so mein Geschmack) – deshalb bin ich vorerst auch ruhig und warte auf Besseres.

…..aber da war doch was – diese e i n e Frage?.. hat sie nicht ein Neuron meines Gehirns angestachelt, ein Ding in meinem Leben aufblitzen lassen….. und schon bin ich konfrontiert mit meiner Kleinheit, schon bin ich neben ihm – am Baum – neben diesem Zöllner Zachäus, – a u c h klein in sich.

S e h e n will auch ich I H N! Ob E R wohl an meinen Platz kommt? Ob E R mich sieht, auch wenn ich eigentlich gar nicht entdeckt werden will? …und da ist E R , sieht hoch zu mir, auf meinen imaginären Stelzen erhoben ins Blätterdach eines Maulbeerbaumes, versteckt im Laubwerk meiner Versuche, nicht entdeckt zu werden. ….und doch mit großer Sehnsucht, meine Kleinheit nicht mehr zu verstecken

die Blätter von mir zu tun, sie fallen zu lassen, endlich ..und….JA! E R ruft mich – ich steige runter- e i l e n d s – es hält mich nichts mehr – E R will einkehren ! Bei mir ? ! Will meinen Platz ausleuchten - Will sein Heil fließen lassen

H e u t e      ist mir Heil widerfahren

Es war dies ein Seminar, in welches so viel Liebe, Zeit, Engagement investiert und wo so viel Herzblut und Offenheit gezeigt wurde – für 12 Zachäusse, denen ein Platz an der Sonne zugewiesen ward. Alle sind wir runtergeholt und unverhofft zu Gastgebern geworden – für Jesus, der eigentlich vorhatte, nach Jericho zu ziehen und extra wegen mir/uns Halt gemacht hatte.

Das will ich weitergeben, das kann ich nicht für mich behalten, vierfach will ich zurückgeben –

Whow! – Es will Heil widerfahren ……………………………………………..aber ist nicht meine Zunge zu schwer???????????

 

Esther Nöttling


Unser Werk hat eine große Wertschätzung erfahren. Mit vielen anderen ehrenamtlich arbeitenden Bürgern und vielen Prominenten aus Politik und Gesellschaft war Traudel Krause am 1.7.2011 zum Sommerfest des Bundespräsidenten im Garten des Schlosses Bellevue eingeladen.

Alljährlich lädt der Bundespräsident verdiente Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Sommerfest in den Schlosspark von Schloss Bellevue und würdigt deren Engagement, das die Gesellschaft und Deutschland inspiriert und voran bringt. Dabei greift er jedes Jahr ein aktuelles Thema auf, welches in der Gesellschaft diskutiert wird, um eigene Impulse und Denkanstöße zu setzen.

In diesem Jahr widmet sich das Sommerfest unter dem Motto „ZUSAMMENHALT FÖRDERN!“ dem Generalthema Integration.

Traudel Krause vor Schloss Bellevue

Über ein buntes Programm auf einer Vielzahl von Bühnen, über die Projekte und Initiativen seitens der Partner und Förderer und nicht zuletzt über die präsentierten Beispiele bürgerschaftlichen Engagements in der Galerie der Engagierten Bürger wird der Gedanke des friedlichen und respektvollen Miteinanders in der Gesellschaft transportiert. Dabei geht es nicht nur um das Zusammenleben im kulturellen und religiösen Sinn, sondern generell um den Zusammenhalt in der Gesellschaft, also auch um die Integration von Menschen mit Behinderungen und anderen Handicaps, das Zusammenleben der Generationen und die Fürsorge für sozial Schwächere.

 

Und in diesem Jahr habenauch die kleinsten Mitbürger Gelegenheit, am Fest teilzunehmen: Denn erstmals öffnet der Bundespräsident auch für über 500 Kinder den Park.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nähere Informationen unter: http://www.sommerfest-bundespraesident.de/

 

 

„Erwachsen glauben“ geht in die nächste Phase

Glaubenskurse sollten zu einem Regelangebot in den evangelischen Landeskirchen und ihren Gemeinden werden, „so selbstverständlich wie der Konfirmandenunterricht“. Das sagte die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt, am Freitag, 1. Juli, bei einer Pressekonferenz in Berlin, bei der die Werbematerialien für das Projekt „Erwachsen glauben“ vorgestellt wurden. Sie hoffe, dass Glaubenskurse zu einem „öffentlich erkennbaren Markenzeichen der evangelischen Kirche“ werden. Ein Kinospot, Plakate, Postkarten und andere Materialien können ab sofort von Gemeinden bestellt werden, die Glaubenskurse anbieten wollen.

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Info-Film zu Stufen des Lebens

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info@stufendeslebens.de

Tageslosung

Samstag, 4. Februar 2012

Noah fand Gnade vor dem HERRN.
1.Mose 6,8

Der Menschensohn wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Markus 13,27

RELIPHON

Haben Sie in dieser Woche schon das RELI-PHON gehört? Wählen Sie 07134-3353! Eine 3-minütige biblische Geschichte soll Sie durch die Woche begleiten.

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